Mezzanin Kapital
Mezzaninkapital ist ein interessanter Baustein im Finanzierungsmix mit relativ geringem Bekanntheitsgrad. Mit seiner besonderen Flexibilität ist es zwischen klassischem Fremdkapital und den besonderen Eigenkapitalformen wie Private Equity und Venture Capital angesiedelt.
Mezzaninkapital ist vor allem für wachstumsstarke Unternehmen mit starker Technologie- und Innovationskomponente interessant, welche die Start-up-Phase bereits erfolgreich abgeschlossen haben und noch nicht an der Börse notieren.
Finanziert werden Wachstums-, Internationalisierungs- und Akquisitionsvorhaben sowie Betriebsübergaben. Produktentwicklungsrisiken werden in der Regel nicht durch Mezzaninkapital getragen. Bei erfolgreicher Entwicklung des Unternehmens ist Mezzaninkapital wie Fremdkapital laufend zu bedienen. Die Tilgungszahlungen orientieren sich dabei an den verfügbaren Cashflows und Gewinnen und können bei fehlendem Cashflow in zukünftige Perioden verschoben werden.
Wesentliche Merkmale von Mezzaninkapital:
- Konzentration auf spätere Entwicklungsphasen der Expansion bzw. Internationalisierung
- Nachrangigkeit bei Tilgungen und laufender Verzinsung
- Hohe Flexibilität bei liquiditätsbedingter Adaption von Tilgungsverpflichtungen
- Unkündbarkeit während der Laufzeit
- Unbesichertes Risikokapital mit entsprechend hoher Verzinsung
- Erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Verzinsungselemente
- Unterstützung des bestehenden Managements bei strategischen Unternehmensfragen
Voraussetzungen für Mezzaninkapital:
- Etablierte Markstellung mit starken Wachstumsaussichten
- Positiver operativer Cashflow
- Keine Überschuldung des Unternehmens
- Mindestfinanzierungsvolumen von € 1 Mio.
- Hoher Technologiegehalt bzw. Innovationsgrad der Produkte
- Detaillierter Finanz- und Business Plan